Buch, Regie: Andreas Wunderlich / mit Rose
Lange, Katrin Böwe, Marc Teller, Michel Merz u.a.
Der Regisseur Andreas Wunderlich zu den Dreharbeiten:„Schneegestöber in der Ukraine“ war mein erster Spielfilm. Er war einfach und wild zugleich. Ich hatte ein sehr schönes Drehbuch geschrieben. Doch das konnte ich gleich wieder einpacken. Mit den Mädchen konnte man nur spontan arbeiten. Ich verlegte mich
auf ein Gerüst mit der Kernhandlung, von dem aus ich mit den Mädchen Ausflüge in ihre Wirklichkeit machte. Dabei hatte ich in meinem Kopf eine Sammlung von Möglichkeiten und Auswegen für jede Szene gespeichert, ganz wie man das mit
unkalkulierbaren Superstars im großen Kino hält. Das klingt nach harter Arbeit. Doch diese Dreharbeiten gehörten zu den lustvollsten und spannendsten, an die ich mich erinnere. Voller
Bewunderung für die beiden Freundinnen, die mich ein Stück weit in ihr Leben mitnahmen und die mich darauf stiessen, dass die Wirklichkeit mitunter viel spannender ist als die Geschichten, die man sich so ausdenkt. Damals begann meine
Suche nach filmischen und visuellen Formen, die Spielfilm und Dokumentarfilm zu einer neuen Form der Wirklichkeitsdarstellung verschmelzen, abseits hölzerner Spielszenen in Dokumentarfilmen (man nehme Breloer) und umgekehrt.